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Tausende verängstigte Frauen und ältere Menschen — blasse Gesichter, zitternde Stimmen. Dörfer, übersät mit den Körpern ermordeter Zivilisten und Tiere. Von den Erschießungen friedlicher Bewohner, den Vergewaltigungen und den zahllosen anderen Gräueltaten will ich gar nicht erst anfangen.
Das ist kein Krieg.
Das ist kein Kriegsrecht.
Das ist nicht einmal nur Völkermord.
Das ist eine Invasion von Menschen, die ihre Menschlichkeit verloren haben.
Ihr habt zu viel Angst, laut auszusprechen, was ihr uns antut. Eine Inszenierung? Eine Fälschung? Propaganda?
Verlassen wir deshalb unsere Häuser — damit ihr sie zerstören könnt? Wir stehen stundenlang frierend an den Grenzen von Ländern, in denen wir nie leben wollten. Wir tragen gespendete Kleidung und sind dankbar für eine kleine Ecke zum Schlafen, obwohl wir eigene Häuser haben.
Wofür? Damit jemand es als Fälschung oder inszenierte Vorstellung bezeichnet?
Ja, etwas zerbricht in euch, wenn ihr unsere Häuser betretet. Denn wir lebten würdevoll — sauber, erfüllt und schön. Und ihr zerstört weiterhin alles um euch herum, als wäre Zerstörung die einzige Sprache, die ihr kennt. Ihr hinterlasst Schmutz dort, wo ihr esst und schlaft. Das ist keine Metapher. Das ist Wirklichkeit.
Und nein, es ist nicht nur die Schuld eines einzigen Mannes. Verantwortung tragen auch jene, die sich für Hass entscheiden und zulassen, zu einer gesichtslosen, von Gewalt getriebenen Masse zu werden.
Ihr könnt Leben nehmen. Aber auf dem, was ihr zerstört, werdet ihr niemals ein gutes Leben errichten.
Vielleicht kann ich die Welt nicht verändern. Aber ich werde weiter sprechen. Und ich werde weiter kämpfen — für das Leben, für die Würde und für die schöpferische Kraft.